30 Days Away From Home


...das war unser letztes Projekt, wo es darum ging, 1 Monat lang alleine im Abenteuerzentrum zu überstehen. Und das während er Schulzeit.
Keine Eltern. Kein "Räum endlich dein Zimmer auf!" oder "Gehe jetzt schlafen!" Jedoch auch kein Essen direkt, wenn aus der Schule kam oder kein Schrank, der sich auf mysteriöse Weise immer wieder mit sauberen Klamotten auffüllt. Es war sicherlich kein faulenzen, aber auch keine Qual...das war unser letztes Projekt, wo es darum ging, 1 Monat lang alleine im Abenteuerzentrum zu überstehen. Und das während er Schulzeit.
Keine Eltern. Kein "Räum endlich dein Zimmer auf!" oder "Gehe jetzt schlafen!" Jedoch auch kein Essen direkt, wenn aus der Schule kam oder kein Schrank, der sich auf mysteriöse Weise immer wieder mit sauberen Klamotten auffüllt. Es war sicherlich kein faulenzen, aber auch keine Qual...das war unser letztes Projekt, wo es darum ging, 1 Monat lang alleine im Abenteuerzentrum zu überstehen. Und das während er Schulzeit.
Keine Eltern. Kein "Räum endlich dein Zimmer auf!" oder "Gehe jetzt schlafen!" Jedoch auch kein Essen direkt, wenn aus der Schule kam oder kein Schrank, der sich auf mysteriöse Weise immer wieder mit sauberen Klamotten auffüllt. Es war sicherlich kein faulenzen, aber auch keine Qual

...das war unser letztes Projekt, wo es darum ging, 1 Monat lang alleine im Abenteuerzentrum zu überstehen. Und das während der Schulzeit. Keine Eltern. Kein "Räum endlich dein Zimmer auf!" oder "Gehe jetzt schlafen!" Jedoch auch kein Essen direkt, wenn aus der Schule kommt oder kein Schrank, der sich auf mysteriöse Weise immer wieder mit sauberen Klamotten auffüllt. Es war sicherlich kein faulenzen, aber auch keine Qual ;)

Die Idee

"Lager während der Schulzeit? Warum eigentlich nicht!" - Das war die Frage, die uns in den Köpfen schwebte.
Wir diskutiereten zuerst ein wenig, ob das funktionieren würde und was vielleicht etwas schwierig werden könnte.
Reden kann jeder. Schnell waren die ersten Ideen für dieses Projekt entstanden.

Die Planung

Nun wollten wir es wissen. Wir setzen uns zusammen und planten das Projekt weiter aus. Die Grundidee war es 30 Tage unter Lagerbedingungen den nomalen Schulaltag durchzustehen. Dies wäre jedoch kein übermaßend spektakuläres Projekt gewesen. Wir entschlossen uns, weitere Regelen und Erschwernisse einzubauen. z.B. mussten wir uns unsere Übernachtungsmöglichkeit im Abenteurzentrum mit Arbeit verdienen. Jeder sollte pro Tag im Schnitt 1 Stunde arbeiten. Es war ebenfalls möglich am Wochenende 7 Stunden zu arbeiten und den Rest der Woche "freizunehmen". Wir haben uns überlegt, wie wir das mit der Verpflegung machen wollten. Wir sind davon abgekommen, uns diese ebenfalls zu erbarbeiten, da wir nebenbei noch Schule hatten und gerade viele Prüfungen hatten. Wir haben uns dazu entschlossen, dass pro Woche für jede Person ein Betrag von 40€ zu verfügung steht. Jedoch sollte das gesamte Geld als Eigentum der Gruppe und nicht als Eigentum jeden einzelnen gesehen werden. Ebenfalls durfte die Schule nicht darunter leiden. Hausaufgaben mussten zumindest geanauso wie vor dem Projekt angefertigt werden. Würde dies nicht funktionieren, so würde das Projekt abgebrochen werden. 

Wer entschied, wann abgebrochen wird bzw. wer dellegierte die Aufgaben?
Diese Aufgabe musste jemand externes sein, also kein Teilnehmer des Projekts. Diese Rolle hat unser Stammesführer Axel übernommen.
Er ist Hausleiter des Abenteuerzentrums und unser Stammesführer. Na klar war es für uns keine Frage, wer diesen Job übernehmen würde.
Wir hatten nun einiges an Regeln aufgestellt. Nun ging es an die Vorberreitungen...



Persönliche Bericht - Silvan

Rückblick nach zwei Wochen

Nun ist schon die Hälfte der Zeit vorbei, die wir beschlossen, hier im Grunewald zu leben. Die Zeit ist im Rückblick so schnell vergangen. Am Anfang dieser vier Wochen kam uns dieser Zeitraum vor, als würde er ewig dauern. Jetzt, wo schon 2 Wochen vorbei sind, ist uns bewusst wie kurz ein Monat sein kann. All die Zeit, in der wir tausend Dinge tun wollten, ist vergangen. Wenn man denkt, man hätte so viel Zeit so viele Dinge zu tun, verbringt man seine Zeit mit anderen Dingen, bis man realisiert dass die Zeit doch vergeht. Jetzt ist also die Hälfte der Zeit vorbei...
Und da denkt man so... :

Wir haben beobachtet, wie es um uns herum Frühling wurde und jedes Mal, wenn ich in dieser Zeit die Straße mit unserem Haus entlang ging, habe ich mich gewundert, wie sehr sich alles geändert hat seit ich nicht mehr da war. 

Und wenn ich nach der Schule zurück in mein neues Zuhause komme, finde ich die Menschen mit denen ich gerne meine Zeit verbringe. Oft sind sie schon dabei zu arbeiten und ich geselle mich zu ihnen. Und es ist sehr viel weniger schlimm am Morgen aufzustehen und in die Schule zu gehen, wenn ich weiß, dass ich danach zurück in den Wald komme, wo ich arbeiten und mir etwas zu essen kochen muss.

Wir

Dass in der Pfadfinderei das "WIR" eine wichtige Rolle spielt, ist wohl nichts Neues. Auf Fahrten stärkt man die Gemeinschaft. Aber die Erfahrung mehrere Wochen entfernt vom sonstigen Leben zu sein und mit Freunden den Alltag beschtreiten zu müssen, ist noch ein einprägsameres Erlebnis. Man sieht sich mit manchen Problemen konfrontiert, mit denen man vorher nicht gerechnet hätte. Nun haben wir das Glück uns gut zu verstehen, so dass wir uns nicht Problemen innerhalb der Gemeinschaft stellen mussten. Aber genau so wie die Gemeinschaft große Probleme bereiten kann, so ist sie in dieser Situation doch besonders wichtig für jeden Einzelnen. Ohne die Gruppe, bzw. mit Streit, kann ein solches Projekt nur zum Scheitern verurteilt sein, denn das Projekt lebt von der Gruppe und die Gruppe lebt von jedem Einzelnen!!!

Arbeit-...

Die letzten Tage waren mit der ein oder anderen Mühe verbunden. Am Dienstag fingen wir an drei große Zelte für die nächsten Tage aufzustellen. Am Mittwoch folgten weitere 12 Stück, gemeinsam mit den Zelten die wir verliehen haben. Nachdem wir auch nun nach ewigen Suchen im dunklen Park einen Turm gefunden hatte, wo auch unser Schlüssel passte (noch zumindest), kamen wir ca. um 0 Uhr wieder an, um nun auch die letzen zwei Zelte aufzubauen.
Nach einer langen und mühevollen Nacht kam der Morgen. 
Als wir am Donnerstag von Christi Himmelfahrt aufstanden war auf dem Platz bereits Betrieb. Die 210 Hockeyspieler, die die nächsten Tage hier verbringen würden, waren gerade dabei anzureisen. Seit gestern sind sie wieder fort und es ist schon die nächste Gruppe angekommen. Es ist ein kommen und gehen und verschiedene Menschen gehen auf Fahrt und zurück nach Hause. Nur wir bleiben hier. Bis auch wir abreisen müssen. 

Fahrten - und danach

Wenn eine Fahrt zu Ende geht ist das immer ein ganz besonderes Gefühl. Es ist auf jeden Fall traurig und es ist auch immer ein wenig Bedauern nicht alles gemacht zu haben was man sich vorgenommen hat. Es ist die Gewissheit jetzt wieder mit anderen Menschen zu tun zu haben, die wahrscheinlich nicht die gleichen Erlebnisse und Erfahrungen teilen und es ist der Alltag der auf einen wartet. Aber gleichzeitig ist man glücklich. Das ist die Freude wieder nach Hause zu kommen und Freunde wiederzusehen, und es ist die Erwartung wieder in einem warmen Bett zu schlafen. Außerdem ist es die Erinnerung an das Erlebte und die Hoffnung bald wieder auf Fahrt zu gehen. (Ich spreche lediglich aus meinen Erfahrungen.)
Bald ist diese große und ganz besondere Fahrt vorbei und dieses im Ganzen doch traurige Gefühl fängt an sich bei mir einzustellen. Jetzt sind etwas mehr als drei Wochen vorbei und das Ende steht gefühlt schon kurz bevor. Einerseits kommt es mir vor als hätte die Fahrt gerade erst begonnen, als hätte ich eben erst in freudiger Erwartung meine Sachen gepackt, andererseits ist alles hier schon so alltaglich, so normal und ewig geworden...


Persönlicher Bericht - Adrian

Tagesablauf

Wenn wir morgens gewaltsam vom Wecker aus dem Schlaf gerissen wurden, war mir anfangs häufig gar nicht bewusst, dass ich zurzeit in einem Zelt im AziG lebe. Aber ich hatte nicht viel Zeit darüber nachzudenken. Ich musste mich damit beschäftigen, wie ich es nur schaffen könnte, aufzustehen und meinen Tag zu beginnen. Die Antwort darauf musste jedoch vertagt werden, wenn dann der dritte Wecker klingelte. Also standen wir auf, die ersten zwei gingen duschen. Wer keinen Platz mehr ergattern konnte, hatte die Ehre das Frühstück vorbereiten zu dürfen. In der Regel hatten wir kurz Zeit, gemeinsam zu frühstücken, bevor die ersten gehen mussten. Nachmittags kamen wir zu verschiedenen Zeiten nach Hause. Langeweile hatten wir dann aber nie.  
Wir hatten nicht wenig zu tun. Wir mussten Hausaufgaben machen, arbeiten und unsere normalen Freizeit-Aktivitäten ausfüllen, …
Abends kochten wir uns ein Essen, bevor wir etwas unternahmen, Gäste empfingen oder ähnliche harte Arbeit zu verrichten hatten ;-)

Herausforderungen

Während dem Projekt ergaben sich einige Schwierigkeiten. Zwar weniger als ich erwartet hatte, aber es gab sie. Angefangen bei der Pflicht, regelmäßig Essen zuzubereiten und Wäsche zu waschen und die zu erledigende Arbeit zugunsten des AziG. Da wir nichts dafür bezahlten, dort Platz zu beanspruchen und auch noch die Küche zu benutzen, arbeiteten wir unsere Schuld ab. Außerdem hatten wir noch die einzuhaltenden Freizeit-Aktivitäten, mussten natürlich aufräumen und auch Schularbeiten erledigen. 

Schule

Im Zeitraum des Projekts mussten wir selbstverständlich zur Schule gehen und unsere Hausarbeiten erledigen. Das war häufig gar nicht einfach, ob aus Zeitmangel oder weil wir nicht immer rechtzeitig daran dachten. 

Kontakt nach Hause

Jeden Sonntag war ‘Familientag‘. Das heißt wir haben uns mit unseren Familien getroffen. Ob zuhause ( das ursprüngliche Zuhause, wie vor dem Projekt ;-) ) oder im Café, unverständlicher Weise bestanden unsere Eltern darauf, uns zu sehen. 

Erwartungen

Das Projekt verging schneller, als ich erwartet hatte und es ergaben sich erstaunlich wenig Probleme und (eigentlich gar keine) Konflikte. Sämtliche Aufgaben die wir sonst nicht/selten erledigen mussten fielen zwar anfangs schwer, wurden jedoch nach einiger Zeit selbstverständlich. 

Stimmung

Im gesamten war die Stimmung während des Projekts sehr gut. Konflikte gab es eigentlich nie. Höchstens ein paar kleinere Unstimmigkeiten. Das ganze fühlte sich ein wenig an wie eine zweite Familie ;-). 

Rückblick

Jetzt ist das ganze Projekt auch schon wieder vorbei und wir leben seit einiger Zeit wieder Zuhause. Das hat natürlich seine Vor-, und Nachteile. So müssen wir hier nicht ganz so oft kochen oder Wäsche waschen, dafür sind wir allerdings nicht so andauernd mit Freunden beisammen. Alles ist wieder viel... ruhiger, gewohnter und weniger Action. Anfangs kam mir der Zeitraum des Projekts lang vor, rückblickend betrachtet stelle ich jedoch fest, wie schnell die Zeit verging. Auf jeden Fall war es interessant, während der Schulzeit mal länger von Zuhause weg zu sein und auf eigene Faust zu leben.